Malawi–The warm heart of Africa

Am 12.12.2013 überquerten wir die Grenze zu Malawi. Vollgepackt mit unseren Erinnerungen an unsere letzte Malawireise vor 5 Jahren, waren wir nun gespannt auf das, was sich in der Zwischenzeit wohl verändert hat – Landschaftlich immer noch atemberaubend, Lake Malawi, der eher einem das Gefühl vermittelt an einem Ozean anstatt eines Sees zu sein, ehrliche und liebe Menschen, leckeren Fisch, traumhafte Sonnenuntergänge, wunderschöne Plateaus zu bewandern- ja, das ist “unser” Malawi, welches wir vor 5 Jahren kennen und lieben gelernt haben. Die Infrastruktur für den Tourismus hat sich aus unserer Sicht auch sehr positiv entwickelt. Wir sind uns sicher, dass Malawi in den nächsten 5-10 Jahren mitunter als eines der beliebtesten Reiseländer Afrikas zählen wird.

Bevor wir allerdings Malawi genießen durften, galt es zunächst wie immer alle Einreiseformalitäten zu regeln. Im Vergleich zu den vorherigen Ländern ein Spaziergang! Innerhalb von 20 Minuten war alles erledigt.

Mit einem weiteren Stempel im Pass machten wir uns auf in Richtung Lilongwe, die Hauptstadt Malawis.

Lilongwe hieß uns mit zahlreichen Gerüchen, vielem Gehupe, verrückten Auto- und Motorradfahren und einem gewissen Lautpegel willkommen! Dort verweilten wir 5 Tage im Mabuya Camp www.mabuyacamp.com, um unsere weitere Reise zu planen. Der Süden Malawis ist mittlerweile internetmäßig durch “Skyband” recht gut vernetzt, was man vom Norden leider nicht behaupten kann!

Die nächste Station war ein 50 km von Lilongwe entfernt gelegener Ort namens Kazungu. Wenn nicht dort das Office des Entwicklungsprojekts “Build on” wäre, wären wir durch diesen Ort lediglich durchgefahren. “Build on” baut Schulen in Dörfern in Entwicklungsländern und das mittlerweile auf der ganzen Welt www.buildon.org.

Grund dieses Projekt zu besuchen war unser langjähriger Freund Ryan, der seit mittlerweile 1 1/2 Monaten unser treuer Begleiter ist und bereits 20 Schulen in Malawis Dörfern ehrenamtlich für Build on in seinem kostbaren Urlaub mitgebaut hat. Nach einer herzlichen Begrüßung des Projekt Koordinators MC Donald begleitete er uns noch zu unserer Unterkunft. Am nächsten Tag brachen wir zusammen mit Mc Donald, Sirome, unserer Dolmetscherin und 2 weiteren Mitarbeitern des Projektes in das erste Dorf, Nyemba auf. Dort sollte die Einweihungsfeier für den Bau der 2. Schule des Dorfes stattfinden.

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Als wir mit unserem Hano im Dorf eintrudelten wurden wir vom ganzen Dorf umringt und mit lautem Geschrei und Gesängen herzlich willkommen geheißen. O.k, das fing schon einmal sehr gut anSmiley

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Berührt von dieser freundlichen Begrüßung wurden wir gebeten Platz zu nehmen. Bestückt mit vielen Reden, Tänzen und Gesängen, fühlten wir uns geehrt und reich beschenkt dieser Einweihungsfeier beiwohnen zu dürfen.

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Danke, Ryan, dass Du dies für uns möglich gemacht hastZwinkerndes Smiley. Wir verbrachten den ganzen Tag im

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Dorf, aßen lecker Hühnchen mit Nzima und fuhren Abends zum nächsten Dorf mit Namen Kakora, in welchem wir dann auch übernachteten. Ryan wurde beim Chief des Dorfes höchstpersönlich untergebracht und wir schliefen, wie immer in unserem Hano. Am nächsten Morgen halfen wir beim Bau der 2. Schule des Dorfes

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und nachmittags wurden wir durch die Tabakplantagen geführt. Auch in die “Geheimnisse” des Nzima kochens wurden wir eingeweiht! Nzima ist ein Maisbrei, der traditionell zusammen mit einem Relish gegessen wird.

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Nachdem Essen haben wir noch am Bau der Schule mitgewirkt, Fußball mit den Kids gespielt und uns auf den bevorstehenden Maskentanz (Gule Wankulu) gefreut!

Gegen Spätnachmittag war es dann soweit! Der Maskentanz konnte beginnen:

Nachdem der offizielle Teil des Maskentanzes beendet war, tanzten die Dorffrauen zu den Gesängen und Trommeln. Auch ich wurde nicht “verschont”! Ein schüchternes Nein wurde nicht toleriert! Kurzum: Ich wurde in die Mitte geschubst und musste tanzen!!! Erster Gedanke: Oh, mein Gott, peinlich! Zweiter Gedanke: COOLZwinkerndes Smiley

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Als der Maskentanz beendet war und es zu dämmern anfing, waren wir noch zum Abendessen beim Dorfchief eingeladen. Es gab natürlich Nzima, Reis, ein Relish aus Kraut mit Tomaten und Bohnen. Klingt einfach, war aber extrem lecker! Und, das wichtigste von allem für meinen sensiblen europäischen Magen: Es blieb alles da, wo es bleiben soll!Zwinkerndes Smiley

Am nächsten Tag galt es Abschied zu nehmen und wir machten uns weiter auf in Richtung Norden. Ziel im Norden war Nhkata Bay. Direkt am See gelegen, ist dieses kleine lebendige Fischerdorf definitiv ein Ort, der für längere Zeit zum Verweilen einlädt.

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Gesagt getan, blieben wir dort 4 Tage. Unsere Unterkunft, das “Big Blue Star” war schön direkt in einer kleinen Bucht des Sees gelegen. Die Unterkunft an sich ist in Ordnung, allerdings auch schon etwas in die Jahre gekommen!

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Nach Nhkata Bay ging es noch weiter in den Norden des Landes nach Livingstonia, wo wir auch die Weihnachtsfeiertage verbrachten. Gebaut von Missionaren und nach Dr. David Livingstone benannt, ist diese auf dem Berg gelegene Stadt mit ihren im Kolonialstil gebauten Häusern ein Must see auf einer Malawireise.

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Das Stone House Museum lädt zu einer Reise in die Vergangenheit der ersten Missionarsstationen ein. Aber, es gibt noch mehr zu sehen! Die Manchewe Wasserfälle, die 125 m ins Tal fallen. Auch das Chombe Plateau ist nicht zu vernachlässigen. Nach einer 2 stündigen Wanderung bietet dieses wunderschöne Plateau einen atemberaubenden Blick auf das Tal, den See und die traumhafte Landschaft Malawis.

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Unsere Unterkunft war das Lukwe Permaculture Camp www.lukwe.com. Vor 5 Jahren waren wir schon einmal dort und waren diesmal noch mehr begeistert. Die Bar mit direktem Blick ins Tal, auf den Malawisee und die Berglandschaft ist einfach grandios!! Diese Bar gab es vor 5 Jahren noch nicht. Auch eine an der Bar platzierte schöne Hollywoodschaukel lädt dazu ein, dass man diesen Ort nicht so schnell wieder verlässt.

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In diesem Camp sollten wir auch Patrick & Verena, die Hanomaden! treffen www.runterwegs.de . Ein nettes Pärchen, die vor 2 Jahren von Deutschland nach Kapstadt mit ihrem Hanomag gefahren sind und nach einem Zwischenstopp  in Deutschland nun wieder seit Juli unterwegs sind. Nun hieß es also “Hano meets Hano”.

Der erste Weihnachtsfeiertag feierten wir mit einem wirklich schönen afrikanischen Gottesdienst in der früh und einem exzellenten Festschmaus zu Mittag. Es gab Ente, Rinderfilet, frisches Gemüse aus dem Garten, unzählige Dips mit Pita-Brot und ein hervorragendes Dessert zum krönenden Abschluss. Auch, wenn ich meine heiß geliebten Knödel mit Rotkohl und Gänsebraten für einen Moment sehr vermisst habe, war diese Alternative vorzüglich. Was wir allerdings sehr vermisst haben, waren unsere Familie und Freunde. Dies ist auch der einzige Wehrmutstropfen an der gesamten Reise, dass wir euch nicht bei uns haben und diese einzigartigen und wundervollen Erfahrungen mit euch direkt teilen könnenTrauriges Smiley

Der zweite Weihnachtsfeiertag war der Startschuss unserer 3-tätigen extrem schweißtreibenden Wanderung auf das Nyika Plateau innerhalb des gleichnamigen Nationalparks. “Nyika” heißt Wildnis und diese besteht aus Bergen, die sich auf 2600 m auftürmen und uns mit rauhem Klima und endloser Weite beeindruckten. Henry, unser Ranger und Guide für diesen Trip kümmerte sich rührend um uns während dieser Zeit.

Am ersten Tag schlugen wir unser Lager nach einem beschwerlichen Aufstieg am Fuße des Plateaus auf. Während wir unsere Zelte aufbauten, kümmerte sich Henry um das Feuer und baute uns eine kleine Küche mit Dach!

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Am nächsten Tag stand uns das härteste Stück des ganzen Aufstiegs bevor. Ich möchte ja nicht nörgeln, aber das war echt übel! Gott sei Dank wurden wir stetig mit dieser traumhaft schönen Landschaft entschädigt und welche mir auch die notwendige Motivation gab weiter einen Schritt nach dem anderen zu setzen. In solchen Momenten denke ich nur, warum ich mir das jedes Mal antue! Die Antwort auf diese Frage lässt allerdings nicht lange auf sich warten! Man muss sich nur umschauen und dann ist die Antwort auch schon da! Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machen einem allerdings schon ganz schön zu schaffen.

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Endlich auf dem Plateau angekommen mussten wir uns allerdings beeilen, da dunkle Wolken aufzogen und der Regen nicht mehr lange auf sich warten ließ. Ein paar Minuten später ließ uns der Regen keine Chance und prasselte so heftig auf uns herab, sodass wir in Windeseile triefend nass waren. In unseren Wanderstiefeln schwimmend erreichten wir eine halbe Stunde später unser Camp. Als der Regen endlich nachließ konnten wir unsere Zelte aufschlagen. Nach 2 Stunden unermüdlichen Versuchens, hatten wir dann auch Feuer. Wir versuchten unsere durchweichten Sachen zu trocknen, was weitere Stunden in Anspruch nehmen sollte!

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Am nächsten Tag verbrachten wir noch 1 bis 2 Stunden auf dem Plateau bevor wir den beschwerlichen Rückweg antraten. Das Wetter war uns diesmal wohler gesonnen. Wir hatten nur einen kleinen Schauer zwischendurch. Hier konnten wir uns jedoch schnell unter das Dach eines Hauses retten!

Nach ca. 13 Stunden und diversen Blessuren eierten wir dann endlich wieder in unserer Unterkunft in Livingstonia ein.

Am nächsten Tag, wir hatten nun mittlerweile den 29.12.2013,  verließen wir nach heftigen Regenfällen zusammen mit Patrick & Verena das Lukwe Camp in Richtung Chitimba. Der Weg nach Chitimba war etwas problematischer als zuerst angenommen! Durch die heftigen Regenfälle am frühen morgen und am Tag davor, stellten Teile der Straße eine deutliche Herausforderung für unsere Hanos dar. Unsere ganzen Reifen waren mit extrem zähen Schlamm überzogen und hatten somit nur wenig bzw. stellenweise gar keinen Grip mehr. So schnell kommt man an High-WHEELS! In der Folge rutschten wir mehr als das wir fuhren und irgendwann wurde auch dies zu gefährlich auf den steilen Straßenabschnitten.

Auch unsere Flip flops wurden in Null komma nix zu Plateauschuhen!

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Gegen 19 Uhr kamen wir dann endlich im Chitimba Beach Camp, direkt am Malawisee gelegen, an.

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Da wir mittlerweile schon den 30.12.2013 hatten und das neue Jahr gerne in Tansania bei einem Schwaben mit Kässpätzle! feiern wollten, brachen wir auch schon am nächsten Tag wieder auf. Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp in Karonga, kurz vor der Grenze zu Tansania, passierten wir diese dann schlussendlich am 31.12.2013.

Categories: Uncategorized | 8 Comments

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8 thoughts on “Malawi–The warm heart of Africa

  1. Bérenger Martin

    Hey Chris,
    First of all Happy New Year and all my best for 2014.
    Great to see that everything is going fine.
    Still expecting to see you back in April!!!! I see you lost some weight and seem to be spending a rather “unstressed” travel!!!
    Good luck
    Bérenger

  2. Silvia

    Hallo liebe Estelle und Chris,

    endlich hab ich auch mal die Zeit gefunden um eure Reiseberichte zu lesen und bin sehr beeindruckt. Einfach nur toll, traumhaft schöne Bilder und nett Geschichten. Wie man hört geht es euch einfach nur gut und die abtenteuerlichen Geschichten gehören dazu, sonst wäre es ja langweilig.

    Gang ganz liebe Grüße
    von deiner Exkollegin
    Silvie

  3. Anonymous

    Hallo Stelle, hallo Ander,

    wir verfolgen eure Reise mit großen Augen und lesen die Berichte mit einem wohlwollenden Lächels auf den Lippen. Schön zu sehen dass ihr euren großen Traum verwirklicht und ihr so gut durchkommt.
    Alles sehr, sehr spannend und gefühlt das komplette Kontrastprogramm zum Familien- und Berufsalltag hier.

    Auch für die nächsten Etappen alles Gute und nur die besten Wünsche von uns hier aus dem langweiligen Norddeutschland.

    Anja, Patrick und 3xJ

  4.      Hallo ihr Lieben,

         Vielen, vielen Dank.

         Eure eurpäische grosse Fangemeinde ist begeistert und freut sich mit Euch! Mama schläft jetzt gerade ihren Anästhesierausch aus. sie wurde vor 2 std. operiert und ich bin in 4 std. bei ihr.

         Euch 3 weiterhin alles Gute and take care !

         Euer rainer

     

    Gesendet: Dienstag, 14. Januar 2014 um 17:42 Uhr Von: "Estelle and Chris crossing AFRICA" <comment-reply@wordpress.com> An: drrhaenel@web.de Betreff: [New post] Malawi–The warm heart of Africa

    christianhaenel posted: "Am 12.12.2013 überquerten wir die Grenze zu Malawi. Vollgepackt mit unseren Erinnerungen an unsere letzte Malawireise vor 5 Jahren, waren wir nun gespannt auf das, was sich in der Zwischenzeit wohl verändert hat – Landschaftlich immer noch atemberaubend, "

  5. Anonymous

    Hallo Ihr zwei……. unfassbar schön, Eure Bilder anzuschauen und die Berichte zu lesen.
    Ganz viele liebe Grüße hier aus der anderen Welt ;))
    Habt ganz viel Spass weiterhin und passt auf Euch auf!
    LG Ines

  6. Krikro

    Frohes Neues! Super – weiter so!!

  7. Anonymous

    Hallo ihr Beiden, würde am liebsten mitfahren. Wunderschöne Bilder, sehr interessanter Bericht. Gute und sichere Weiterreise… wünschen Marianne u. Hans aus Rosenheim

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